Magdeburgs Schmuckstück – die Johanniskirche

Für die Tragwerksplanung beim Wiederaufbau der Magdeburger Johanniskirche erhielten wir den Magdeburger Architekturpreis.

Erläuterung

Die Johanniskirche im Zentrum von Magdeburg war vom 1945 bis 1999 eine Ruine, bei der lediglich die Außenwände und eine Arkadenreihe den Bombenangriffen standhielten. Die Sicherungsarbeiten der Außenwände der Kirche wurden im Jahre 1994 durchgeführt.
Unsere statische Berechnung hat sich mit der Standsicherheit und Bemessung des Daches befasst. Das Dach ist ein 2-fach verschiebliches Kehlbalkendach bestehend aus BS18-Sparren b/d=22/100 und einer Stahl-Unterkonstruktion. Die Horizontallast senkrecht zur Dachfläche wird im Traufpunkt des Daches durch ein Windverband aufgenommen und in die Stahlbocke (Regalkonstruktion) des Nebenschiffes bzw. in die Giebelwände geleitet. Als wesentlicher Punkt der Konstruktion sollte darauf geachtet werden, dass diese Horizontallasten nicht in die Außenwände gelangen, wofür entsprechende Elastomerlager verwendet wurden.
Die Stabilisierung des Daches in Dachflächenrichtung erfolgt durch eine aus schalltechnischen Gründen erforderliche Dachabdeckung mittels Flachpressplatten, sowie der Querpfetten. Die Konstruktion leitet die Kräfte direkt in die Längsrichtung der Außenwände.
Die auskragenden Stahlböcke bestehend aus biegesteifen Stahlrahmen wurden auf einer 1,50 m dicken Fundamentplatte gegründet, die wiederum durch Verpresspfähle nach DIN 4128 abgefangen wurde. Die Gründung wurde auf Grund der Empfindlichkeit des Bauwerks weitestgehend erschütterungsfrei durchgeführt





Experimentelle Fabrik Magdeburg


Für die Tragwerksplanung beim Wiederaufbau der Magdeburger Johanniskirche erhielten wir den Magdeburger Architekturpreis.


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